Der Unterricht

Der Unterricht in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 vermittelt die Lerninhalte des Mittelschulehrplans, eingebettet in den Rahmenlehrplan Lernen. Am Ende der 9. Klasse schreiben alle Schülerinnen und Schüler eine Abschlussprüfung und erhalten den anerkannten Schulabschluss für den Förderschwerpunkt Lernen. Ein Teil der Schüler/innen bereitet sich zusätzlich auf den einfachen Mittelschulabschluss vor und arbeitet schwerpunktmäßig in den Fächern Deutsch und Mathematik nach dem Lehrplan der Mittelschule. In einer gesonderten Prüfung erwerben diese Jugendlichen den einfachen Mittelschulabschluss. Hierfür werden seit dem Schuljahr 2010/11 zusätzlich Förderstunden für die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag angeboten.

 

... Lernen im Computerraum

Wie auch an der Mittelschule hat die Informationstechnische Grundbildung bei allen Schülerinnen und Schülern unserer Schule einen hohen Stellenwert. Textverarbeitung, Lernprogramme und Lernspiele - auch das Surfen im Internet - sind hier die Schwerpunkte der Arbeit mit dem Computer.
In jedem Klassenzimmer der Oberstufe steht zwei PCs mit Internetzugang und ein Activeboard. Zusätzlich kann jede Klasse Termine im Computerraum reservieren.
Ein wesentliches Ziel der Oberstufe ist das Erreichen von Berufswahlreife, d.h. die Fähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, für welchen Beruf sie gut oder auch weniger gut geeignet sind.

 

Vorbereitung auf das Berufsleben

... hoch hinaus geht`s beim Betriebspraktikum der 8. und 9. Klassen

Besonders im Fach BLO (Berufs- und Lebensorientierung) können sich die Schüler/innen in Kleingruppen in verschiedenen Arbeitsfeldern (Gartenbau / Kochen / Wäschepflege / Farbe / Holz- und Metallbearbeitung und vieles mehr) erproben.
Zwei Betriebspraktika in der achten und neunten Jahrgangsstufe helfen unseren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erlangen und die Berufswahlreife weiter zu entwickeln. Einen vertieften Einblick in den Arbeitsalltag erfahren unsere Neuntklässler im Praxistag einmal in der Woche, den sie ganztags in Betrieben verbringen. Ohne das freundliche Entgegenkommen zahlreicher Betriebe aus dem Landkreis wäre diese wichtige pädagogische Maßnahme nicht durchführbar.
Weitere Möglichkeiten, die eigenen Neigungen und Fähigkeiten in einem bestimmten Berufsfeld zu erfahren und zu erproben, wird den Schülerinnen und Schülern durch die Teilnahme an den Berufsorientierungstagen in der Berufsschule Roth und an Lehrgängen zur vertieften Berufsorientierung geboten. Betriebsbesichtigungen und klassenbezogene Projekte ergänzen das schulische Angebot. Die Schüler und Schülerinnen gestalteten zum Beispiel Sitzgelegenheiten im Pausenhof, sie legten eine Kräuterschnecke an und übernahmen die Pflege der schuleigenen begrünten Dachterrasse. In der Arbeitsgemeinschaft Schülercafé findet eine individuelle Förderung im Bereich „Service und Gastronomie“ statt.
Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit
Bereits in der 7. Jahrgangsstufe wird Kontakt mit dem zuständigen Berater der Agentur für Arbeit aufgenommen, um den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern rechtzeitig die Möglichkeit zu geben, den Übergang in die Arbeitswelt gut vorzubereiten. Der "Psychologische Fachdienst" der Agentur überprüft alle Jugendlichen in Einzelterminen während der neunten Jahrgangsstufe, so dass in enger Kooperation mit der betreffenden Klassenleitung für jeden Schulabgänger eine gemeinsame "Empfehlung zur beruflichen Eingliederung" ausgesprochen werden kann, die in ein umfangreiches Wortgutachten nach § 27 des Arbeitsförderungsgesetzes mündet.

 

Berufliche Eingliederung

Wie bei allen Sonderpädagogischen Förderzentren in Bayern wird auch an der Schule am Stadtpark die bestmögliche Integration unserer Schulabgänger in die Arbeitswelt angestrebt.
Die beruflichen Perspektiven unserer Schulabgänger sind unterschiedlich. So unterscheiden sich die beruflichen Empfehlungen nach dem noch vorhandenen individuellen Förderbedarf. Der Beginn einer Regelausbildung (Lehre) kann nur wenigen Schülerinnen und Schülern empfohlen werden. Viele finden den Weg in die Berufswelt über eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB), die Sonderberufsschule und Ausbildungsbegleitende Hilfen. Auch besondere Berufe nach § 66 Berufsbildungsgesetz (z. B. Beikoch, Metallbearbeiter, Werker/in im Gartenbau, Dienstleistungshelfer/in Hauswirtschaft...) ebnen für unsere Jugendlichen den Weg in die Arbeitswelt.
Der Großteil unserer Schulabgänger erhält in Kooperation mit der Sonderberufsschule Ansbach beim Kolping-Bildungswerk, Gartenstraße 19, 91154 Roth, in der Regel einjährige Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BVB). Hier werden die Jugendlichen in den Arbeitsfeldern Hauswirtschaft, Holz, Metall und Farbe praktisch ausgebildet und erproben dies in unterschiedlichen Betriebspraktika. Sie besuchen zusätzlich den theoretischen Unterricht der Sonderberufsschule Ansbach an der Außenstelle Roth. Dort besteht auch eine weitere Möglichkeit, je nach Leistung und Arbeitstugenden den einfachen Hauptschulabschluss zu erwerben.

Der erfolgreiche Besuch der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen ist die Voraussetzung für eine Ausbildung am Berufsausbildungswerk Mittelfranken. (Link BAW) In zwei oder drei Ausbildungsjahren verbringen die Jugendlichen drei Wochentage in ausgewählten Betrieben im Großraum Nürnberg und werden an den übrigen zwei Wochentagen in der Sonderberufsschule unterrichtet. Während die praktische Ausbildung (z. B. Dienstleistungshelfer/in Hauswirtschaft) dem Niveau der Regelberufe (Hauswirtschafterin) entspricht, sind die Theorieanforderungen in der Sonderberufsschule um bis zu 80 % verringert. Der Abschluss dieser Ausbildung führt nicht zum Gesellenbrief, sondern zur Berufsbezeichnung „Werker“. Es besteht danach auch noch die Möglichkeit sich in einem zusätzlichen Ausbildungsjahr vom Werker zum Gesellen zu qualifizieren. Diese Ausbildung wird ausschließlich durch die Bundesagentur für Arbeit vermittelt und setzt entsprechende Qualifikationen voraus.

Ist nach dem Jahr BVB eine Ausbildung nicht möglich oder sinnvoll, wird versucht die Jugendlichen in einzelne Betriebe zu integrieren. Dabei helfen Berufsbegleiter und der Sozialpädagogische Dienst.